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Mittwoch, 22. Februar 2012

Geriatrische Klinik am Hufeland-Haus
Wilhelmshöher Str. 34
60389 Frankfurt

Tel.: 069 - 47 04 - 400
Fax: 069 - 47 04 - 415
stichwort-care@sankt-katharinen-ffm.de

 

Geriatrische Klinik und Tagesklinik des Sankt Katharinen-Krankenhaus am Hufeland-Haus



Die Geriatrische Klinik ist in ein Dienstleistungszentrum für Akutgeriatrische Medizin in stationärer oder teilstationärer Versorgung. Die Klinik befindet sich im Hufeland-Haus, gehört aber als separate Klinik zur Sankt Katharinen Krankenhaus GmbH Frankfurt am Main.

Das Konzept – im Alter selbständig bleiben

Die Geriatrische Klinik behandelt ältere Menschen bei akuten Erkrankungen, nach einem Unfall oder bei chronischen Leiden. Es wird eine medizinische Versorgung zeitgleich mit einer Mobilisationstherapie angeboten. Therapeutisch steht immer die Wiederherstellung der Mobilität und der Selbständigkeit im Vordergrund. Ziel ist die Wiedererlangung der größtmöglichen Selbstständigkeit für ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu Hause.

Bei schwerer Erkrankung im Alter bedarf es einer individuell angepassten Therapie, die der körperlichen, seelischen und sozialen Situation des Patienten gerecht wird. Wir bieten hierfür ein spezielles Behandlungskonzept im Rahmen eines voll- oder teilstationären Aufenthalts.

Bei der Aufnahme erfolgt eine ausführliche fachärztliche Untersuchung sowie die Befunderhebung der Therapeuten, gestützt u.a. durch das Geriatrische Assessment. Krankheiten und Funktionsstörungen, aber auch seelische Leiden werden auf diese Weise erkannt. Unser Team aus Ärzten, Pflegenden und Therapeuten erstellt für jeden Patienten einen individuellen Therapieplan als Grundlage für die umfassende und konsequente Behandlung.

Wir unterstützen unsere Patienten mit einer Vielzahl diagnostischer und therapeutischer Angebote, um verloren gegangene Fähigkeiten wiederzugewinnen bzw. neue zu entwickeln. Unsere Patienten sollen nach dem Klinikaufenthalt ein höchstmögliches Maß an Selbständigkeit für ihren Alltag erlangt haben.

Der stationäre Aufenthalt

Aufgenommen werden Patienten durch Einweisung des Hausarztes oder durch Verlegung aus anderen Krankenhäusern. Der Patient sollte in der Regel über 60 Jahre alt sein. Voraussetzung für die Aufnahme sind die stationäre Behandlungsnotwendigkeit sowie ein erkennbares oder zu erwartendes Behandlungspotenzial und -ziel.

Besteht Unsicherheit darüber, ob eine geriatrische Behandlung notwendig oder möglich ist, kann dies von uns durch eine Untersuchung geklärt werden (Geriatrisches Konsil).

Der Aufenthalt im Krankenhaus wird von älteren Menschen oft als Ausnahmesituation erlebt. Die Angst vor den Folgen der Erkrankung mit der Frage „wer versorgt mich in Zukunft?“ kann den Genesungsprozess stark belasten. Unser therapeutisches Team bereitet den Patienten sorgsam auf seine Entlassung vor. Der Sozialdienst klärt die Situation nach der Entlassung und begleitet den Patienten auf dem Weg ins tägliche Leben.

Die Geriatrische Tagesklinik

Für eine geriatrische Behandlung muss der Patient nicht Tag und Nacht in der Klinik bleiben. Oft ist es besser, wenn er sich in seiner häuslichen Umgebung bewegt und nur tagsüber für die Behandlung in die Klinik kommt.

Die teilstationäre Behandlung in der Tagesklinik empfiehlt sich, wenn dadurch die Einweisung in ein Krankenhaus verhindert werden kann oder sich im Krankenhaus der Zustand eines geriatrischen Patienten soweit gebessert hat, dass er entlassen werden kann, aber noch eine intensive Weiterbehandlung im medizinischen oder therapeutischen Sinne benötigt.

Für die Behandlung in der Tagesklinik ist es erforderlich, dass der Patient die Wohnung verlassen kann, um mit einem PKW abgeholt zu werden. Wir stellen einen rollstuhlgerechten Transport zur Verfügung. Der Transport wird vom Hausarzt verordnet und über die Krankenkasse beglichen. Konzept und Therapieangebote entsprechen der vollstationären Behandlung.

Behandlungsschwerpunkte

  • Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates
  • Schlaganfall und dessen Folgen
  • Internistische Erkrankungen (Herz- Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus, Gefäßerkrankungen, Schilddrüsenerkrankungen u.a.)
  • Neurologische Erkrankungen (Schlaganfall, Parkinson Syndrom, Demenz u.a.)
  • Behandlung chronischer Wunden
  • Schmerztherapie, palliative Tumortherapie
  • Probleme bei der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme (Kachexie und Exsiccose)

Das Ärzteteam

Medizinische Akutversorgung, Teamleitung und Teamkoordination, Festlegung der Therapiepläne, Verordnung von Heil- und Hilfsmitteln

Die Pflege

Patientenorientierte und konsequent aktivierende Pflege zur Förderung der Selbstständigkeit als Bestandteil der Therapie

Die Therapieabteilung der Geriatrie

Mit den verschiedenen Therapieformen, die wir in unserer Klinik anbieten, verfolgen wir das Ziel, die körperlichen und geistigen Fähigkeiten wieder herzustellen.

Physiotherapie und Physikalische Therapie

Sie ist die Basis jeder geriatrisch-therapeutischen Behandlung. Sie soll die Beweglichkeit verbessern oder wieder herstellen.

  • Krankengymnastik
  • Gruppengymnastik
  • Massagen
  • Hydrotherapie
  • Elektrotherapie
  • Lymphdrainagen
  • Kälte- und Wärmetherapie
  • Atemtherapie u.a.

Ergotherapie

Gezielte, zum Teil spielerische Übungen verhelfen zum sicheren Gebrauch der Hände nach Schlaganfall oder Knochenbruch. Ziel ist die Fähigkeit, den Alltag wieder zu meistern, d.h. sich zu waschen, anzuziehen und unabhängig von fremder Hilfe zu sein.

  • Grob- und Feinmotoriktraining
  • Ess-, Anzieh- und Waschtraining
  • Hirnleistungstraining
  • Gelenkschutzmaßnahmen
  • Wohnraumanpassung
Neuropsychologie

Viele Erkrankungen im Alter haben nervliche und psychische Veränderungen zur Folge. Die neuropsychologische Behandlung im Alter hat es v.a. mit Störungen von Denkvermögen, Aufmerksamkeit, sowie Koordination und Gedächtnis durch Schlaganfall und Demenzerkrankungen zu tun. Außerdem treten im Alter Depressionen auf, die behandelt werden müssen.

Logopädie

Durch Schlaganfall und andere Erkrankungen kann es zu einem Verlust der Sprech-, Sprach- und Wahrnehmungsfähigkeit kommen. Logopädie (von griech. Logos = Vernunft, Sprache, Wort) soll die Ursachen sprachlicher Defizite erkennen und sie mit speziellen Übungen wieder verbessern.

Sprach-Sprechtherapie

Dass trotz Sprachschwierigkeiten die Denkfähigkeit des Patienten dabei nicht beeinträchtigt sein muss, ist für Angehörige oft kaum zu erkennen. Das macht diese Störungen für die Patienten und ihre Angehörigen besonders belastend. Die Sprachtherapie hilft den Patienten ihr Denken wieder verständlich zur Sprache zu bringen.

Kau-Schlucktherapie

Auch selbstverständliche Fähigkeiten, wie Kauen und Schlucken sind im Alter oft eingeschränkt. Sich verschlucken hat dann schnell eine Lungenentzündung zur Folge. Aber auch eine erlahmte Kau- Schluckmuskulatur kann durch gezielte Übungen wieder stimuliert werden.

Diätberatung

Behandlung von Mangelernährung, Beratung der Diabetes mellitus, Erstellung von Ernährungsplänen

Sozialdienst

Beratung und Sicherstellung der Weiterversorgung nach Entlassung aus der Klinik, Hilfe in Behördenfragen